Schwarzweißaufnahme von Claas Petersen mit zusammengerollten Bauplänen unter dem Arm. Hinter ihm stehen die Hallen der Havenhusener Werft, vor ihm liegt das Hafenwasser. Claas blickt schweigend über das Gelände.

# 36 Das Bild vom Alten

Das Bild wird wörtlich im Roman so beschrieben:

„Jetzt blieb noch eine Aufnahme.
Hans wusste das.

Das letzte Bild verschenkte man nicht.
Vor den Hallen entdeckte er Claas Petersen.

Die zusammengerollten Baupläne unter dem Arm.

Hinter ihm die Werft.
Vor ihm das Wasser.

Claas bewegte sich nicht.
Als würde er versuchen, sich beides gleichzeitig einzuprägen.

Das, was geblieben war.
Und das, was bereits verschwand.

Hans hob die Kamera.
Klick.

Der Film war voll.

Für einen Augenblick standen sich die beiden Männer schweigend gegenüber.

Zwischen ihnen lagen fast vierzig Jahre.

Freundschaft.
Streit.
Stolz.
Schweigen.
Und eine Werft.

Hans fotografierte an diesem Morgen keinen Werftbesitzer.
Keinen gescheiterten Retter.
Keine Havenhusener Legende.

Er fotografierte einen Mann, der noch immer versuchte, auf etwas aufzupassen, das längst größer geworden war als er selbst.

Claas Petersen.
Der Alte.
Das letzte Bild des Films.

Und das Bild, mit dem Jahre später Sonyas Geschichte begann.

Der Roman setzt Claas mit den Bauplänen genau zwischen Werft und Wasser und macht diese Aufnahme zum sechsunddreißigsten und letzten Bild.

Faktenbox:

  • Ausstellung: Hans Ehlers – Seine letzten Bilder
  • Motivnummer: 36 von 36
  • Technik: Schwarzweiß-Fotografie
  • Ort: Vor den Hallen der Havenhusener Werft
  • Aufnahme: Sommer 2002
  • Fotograf: Hans Ehlers
  • Abgebildete Person: Claas Petersen
  • Besonderheit: Letzte Aufnahme auf Hans Ehlers’ letztem Film
  • Spätere Bedeutung: Das Foto wird zum Ausgangspunkt von Sonyas Nachforschungen und zum titelgebenden „Bild vom Alten“.

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