Sonya Petersen

Steckbrief:
Geboren: 24.05.1988
Familie: Tochter von Harm Petersen und Dr. Katharina Berger; Mutter von Frika
Beruf: Lokalredakteurin beim Havenhusener-Boote
Weitere Aufgabe: Ehrenamtliche Leiterin des Werftmuseums
Ausbildung: Fotografin; später Studium „Journalismus und Digitale Kommunikation“
Wohnort: Der Seestern
Besonderheit: Verbindet den Blick einer Fotografin mit der Neugier einer Journalistin.
Charakter: Aufmerksam, hartnäckig, warmherzig und manchmal impulsiver, als sie selbst wahrhaben möchte.
Typisch für sie: Sonya gibt sich selten mit der erstbesten Antwort zufrieden – besonders dann nicht, wenn jemand behauptet, etwas sei längst vergessen.

Sonya Petersen ist in Havenhusen aufgewachsen, auch wenn ihr Leben sie später für einige Jahre aus dem Ort hinausführte.

Schon früh entwickelte sie eine besondere Beziehung zur Fotografie. Sie lernte bei Ralf Lüdersen das fotografische Handwerk und verstand dabei, dass ein gutes Bild mehr zeigt als das, was unmittelbar vor der Kamera zu sehen ist. Nach ihrer Ausbildung holte sie das Abitur nach und ging anschließend nach Hamburg, um Journalismus und Digitale Kommunikation zu studieren.

Dort begann ein neuer Lebensabschnitt. Sonya verliebte sich, wurde Mutter und musste feststellen, dass sich nicht jeder gemeinsame Plan so entwickelt, wie man ihn sich vorgestellt hat. Ihre Tochter Frieda-Katharina – von allen nur Frika genannt – wurde zum Mittelpunkt ihres Lebens.

2018 kehrte Sonya mit Frika nach Havenhusen zurück. Im Seestern fand sie nicht nur ein Zuhause, sondern auch den Ort wieder, an dem viele Erinnerungen ihrer eigenen Kindheit verwurzelt waren.

Heute arbeitet Sonya als Lokalredakteurin beim Havenhusener Boten. Sie berichtet über das Leben in der Stadt, über politische Entscheidungen, kleine Skandale und die Geschichten, die andernorts vielleicht übersehen würden. Ihre journalistische Neugier verbindet sie dabei mit dem genauen Blick, den sie als Fotografin gelernt hat.

Zusätzlich leitet sie ehrenamtlich das Werftmuseum. Für Sonya ist das Museum weit mehr als eine Sammlung alter Werkzeuge und Fotografien. Es bewahrt die Erinnerungen an die Menschen, die Havenhusen geprägt haben – und an eine Zeit, deren Spuren noch immer im Ort zu finden sind.

Sonya kann hartnäckig sein, besonders wenn sie das Gefühl hat, dass jemand einer unangenehmen Wahrheit ausweicht. Gleichzeitig besitzt sie ein feines Gespür für Menschen und für die Geschichten, die sie nicht laut erzählen. Nicht immer gelingt es ihr, berufliche Neugier und persönliche Gefühle sauber voneinander zu trennen.

Als Mutter versucht sie, Frika genügend Freiheit zu geben, ohne dabei den Überblick zu verlieren. Das funktioniert nicht immer – vor allem, weil Frika mindestens ebenso neugierig und eigensinnig ist wie ihre Mutter.

Sonya gehört zu Havenhusen, auch wenn sie das lange selbst nicht wahrhaben wollte. Heute ist sie eine derjenigen, die dafür sorgen, dass die Geschichten des Ortes nicht verloren gehen.