Frieda Ehlers

Steckbrief:
Geboren: 08.03.1943
Familie: Ehefrau von Hans Ehlers
Wohnort: Der Seestern
Besonderheit: Für viele Havenhusener ist Frieda längst mehr als nur eine Nachbarin – sie ist die „Oma für alle“.
Charakter: Warmherzig, aufmerksam, praktisch und geduldig, aber keineswegs leicht zu überreden.
Typisch für sie: Frieda stellt erst einmal Kaffee auf. Danach kann über fast alles gesprochen werden.

Frieda Ehlers gehört seit Jahrzehnten zum Seestern – und der Seestern zu ihr.
Das Haus ist für sie nicht nur ein Wohnort, sondern ein Platz, an dem Menschen ankommen, bleiben oder zumindest für eine Weile zur Ruhe kommen können.

Sie besitzt ein sicheres Gespür dafür, wenn jemand Hunger hat, Trost braucht oder nur so tut, als sei alles in Ordnung. Frieda drängt sich dabei selten auf. Meist genügt eine Tasse Kaffee, ein Teller auf dem Tisch und ihre ruhige Anwesenheit.

Mit Hans Ehlers verband sie eine lange Ehe. Seine Fotografie, seine Verschlossenheit und seine Fahrten gehörten zu ihrem gemeinsamen Leben, auch wenn Frieda nicht immer wusste, was ihn innerlich beschäftigte. Als Hans im August 2002 verschwand, blieb für sie weit mehr zurück als eine rechtlich irgendwann geklärte Abwesenheit.

Frieda sprach selten ausführlich über ihren Verlust. Sie führte ihr Leben weiter, hielt den Seestern zusammen und bewahrte vieles so, wie Hans es zurückgelassen hatte. Nicht aus Unfähigkeit loszulassen, sondern weil Erinnerungen für sie ihren Platz behalten durften.

Für Sonya wurde Frieda zu einer festen Bezugsperson. Sie war da, ohne Bedingungen zu stellen, und ließ auch Sonyas Mansarde im Seestern unverändert, als diese Havenhusen für Ausbildung und Studium verließ. Später fanden Sonya und Frika dort wieder ein Zuhause.

Frika betrachtet Frieda ganz selbstverständlich als Großmutter, auch wenn zwischen ihnen keine biologische Verwandtschaft besteht. Frieda selbst würde diesen Unterschied vermutlich ohnehin für wenig bedeutsam halten.

Auch Franz Kasulke gehört längst zum Alltag des Hauses. Er repariert, was seiner Meinung nach repariert werden muss, und Frieda lässt ihn gewöhnlich in dem Glauben, seine Anwesenheit sei rein zufällig.

Hinter ihrer freundlichen Art steckt eine Frau mit klaren Vorstellungen. Frieda kann geduldig zuhören, aber auch mit einem einzigen Blick deutlich machen, dass eine Diskussion beendet ist. Im Seestern weiß jeder: Gastfreundschaft ist selbstverständlich – Benehmen allerdings ebenfalls.